Ein schwaches Bayer Leverkusen hat beim 1. FC Heidenheim die nächste Niederlage verhindert. Der Abstiegskandidat nutzte seine vielen Chancen gegen den amtierenden Meister nicht. Dafür schlug Leverkusen einmal mehr in der Nachspielzeit zu und gewann mit 1:0 (0:0).
Emiliano Buendia erlöste die Gäste mit einem platzierten Schuss aus 18 Metern. Jonas Hofmann legte dem Argentinier den Ball mustergültig auf. Damit bleibt Leverkusen trotz einer sehr durchwachsenen Leistung im Meisterschaftsrennen.
Heidenheim lässt reihenweise Chancen aus
Wenn es in der ersten Hälfte Aufregung gab, dann im Prinzip nur, weil Heidenheim gute Torchancen hatte. So ließ sich Granit Xhaka im Spielaufbau zu einfach von Marvin Pieringer den Ball abjagen. Dessen Pass nach links fand Adrian Beck, dessen Linksschuss am langen Pfosten vorbeistrich. Die größte Chance vergab Benedikt Gimber nach einer Ecke, als er am kurzen Pfosten aus spitzestem Winkel abzog, der Ball unten an die Latte krachte und dann vom linken Pfosten aus zurück ins Feld sprang. Leverkusen hatte ein Riesenglück in dieser Situation.
Pieringer vergab zwei weitere gute Möglichkeiten (32., 33.), Leverkusen hatte kaum Zugriff auf die Partie. Ein einziger gefährlicherer Abschluss von Amine Adli landete links am Außennetz (36.).
Boniface im Leistungstief
Der nach der Pokalpleite gegen Arminia Bielefeld veränderte Angriff der Rheinländer blieb auch im zweiten Spielabschnitt harmlos. Victor Boniface, der diesmal von Beginn an spielen durfte, brachte keinen einzigen Ball aufs Heidenheimer Tor. Die Gäste wirkten körperlich und geistig müde und überspielt.
Dafür konnte es Pieringer auf der Gegenseite ein weiteres Mal probieren: Nach gutem Umschaltspiel von Omar Traore auf der rechten Außenbahn probierte es die Heidenheimer Sturmspitze mit der Hacke. Doch Lukas Hradecky im Leverkusener Tor war auch so nicht zu überwinden (66.).
Leverkusens Köpfe hängen zunehmend
Die Werkself schaffte es weiterhin nicht, im Mittelfeld Druck aufzubauen, schlagkräftig über den für Boniface eingewechselten Patrik Schick im Strafraum der Gastgeber aufzutauchen und die Partie an sich zu reißen. Sinnbildlich reagierte Jeremy Frimpong auf der rechten Seite nach einem Zuspiel von Jonathan Tah. Der Ball rutschte dem Niederländer ins Seitenaus – Frimpong ließ den Kopf hängen und schüttelte die schwarzen Locken.
Immerhin verzeichnete Alonso nach der Einwechslung von Routinier Jonas Hofmann in der 86. Minute den ersten Torschuss aufs Tor der Gäste: Hofmann versuchte es aus etwa 15 Metern mit einem Flachschuss, produzierte aber nur ein Kullerbällchen.
In der Nachspielzeit leitete ein ruhender Ball im Mittelfeld den Leverkusener Sieg ein. Über Umwege gelang der Ball zu Hofmann, der von halbrechts mustergültig für Buendia auflegte. Dessen platzierter Schuss aus zentraler Position schlug unhaltbar unten rechts ein. “Laterkusen” hatte einmal mehr zugeschlagen – zum Entsetzen der Heidenheimer Fans.
Heidenheim in Frankfurt, Leverkusen gegen Union Berlin
Heidenheim ist am Sonntagnachmittag in Frankfurt gefordert (17.30 Uhr). Leverkusen hat am Tag zuvor die Mannschaft aus Berlin zu Gast (15.30 Uhr).
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